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Rapid App Development

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Zuletzt hatte ich das Vergnügen im Namen von VI einen Vortrag an der Hochschule Furtwangen zum Thema Rapid App Development halten zu dürfen. Das media.camp ist ein Barcamp von und für Studenten, bei dem nicht nur die Studenten selbst, sondern auch wie ich externe Speaker aus verschiedensten Unternehmen Workshops geben und Vorträge halten. In einer lockeren Atmosphäre und ohne zeitliche oder thematische Grenzen entsteht so ein schöner Erfahrungsaustausch.

Für mich selbst war es aber auch eine hervorragende Gelegenheit, das Thema Rapid App Development (kurz RAD) genauer unter die Lupe zu nehmen. Der Begriff selbst stammt bereits aus den 80ern und wird mit dem Software-Ingenieur Barry Boehm in Verbindung gebracht. Dieser entwickelte damals ein neues Vorgehensmodell für die Software-Entwicklung, das einer Spirale glich: Einzelne Anforderungen werden dabei nicht lange analysiert oder konzipiert, sondern so schnell wie möglich  umgesetzt und implementiert. Auf diese Weise erhält  der Kunde oder Auftraggeber frühzeitig eine prototypische Teilanwendung und hat so die Möglichkeit von Anfang an lenkend in die weitere Entwicklung einzugreifen.

Heutzutage geht man bei RAD aber noch einen Schritt weiter: Unter dem Einsatz bereits bestehender Technologien, Bibliotheken und Plugins entwickelt  man in kürzester Zeit nicht mehr nur noch Prototypen, sondern funktional vollständige Applikationen. „Rapid“, also extrem schnell und mit nur wenigen Zeilen eigenem Code. Damit verliert man zwar etwas an Individualisierung, gewinnt aber jede Menge Zeit – perfekt für Projekte, bei denen die Funktionalität und nicht der Auftritt im Vordergrund steht.

Bei VI wird RAD in mehreren Formen eingesetzt: So gab es Beispielsweise ein Projekt, bei dem in einem agilen Vorgehen die Anforderungen in einem wöchentlichen Meeting immer aufs neue erfasst, überprüft und für die nächste Woche abgesteckt wurden. Hier war Zeit also Mangelware, funktionale Vollständigkeit aber der Anspruch – ohne RAD undenkbar. Auch für interne Projekte im Development, die wir zur Erleichterung unserer alltäglichen Prozesse oder zur fachlichen Weiterentwicklung implementieren setzen wir das rapide Vorgehensmodell ein, um unnötige Planungs- und Umsetzungsaufwände zu vermeiden.

Was RAD im praktischen Einsatz bedeutet konnte ich den Studenten ebenfalls im Vortrag durch die Live-Implementierung einer Web-Chat-App vermitteln. In einem gut besuchten Vorlesungssaal habe ich in Zusammenarbeit mit den aufmerksamen Studenten die grundlegenden Anforderungen an einen Chat untersucht und anschließend mithilfe von NodeJS und AngularJS in nicht mehr als 30 Minuten komplett implementiert. Rapid eben. Und dank hervorragender Web- Technologien mit nicht mehr als 60 Zeilen JavaScript und 30 Zeilen HTML.

Der Vortrag war mir eine riesen Freude und es hat Spaß gemacht den Studenten die Einfachheit heutiger Web-Entwicklung etwas näher zu bringen. Ich hoffe ich konnte etwas von meiner Leidenschaft für dieses Thema an die Studenten weitergeben.

Autor: David Losert

Ich bin Web-Dev aus Leidenschaft und arbeite am liebsten immer an der "Cutting Edge", das heißt mit dem Neusten vom Neusten. NodeJS, Angular, React und Co. - für leichtgewichtige Applikationen mit fetten Clients und eleganten Lösungen. Darauf habe ich mich mit meinem Team "TeamJS" spezialisiert und das ist es, was mir jeden Tag aufs neue Freude bereitet.

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